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Design Thinking – Probleme einfach, empathisch und kreativ lösen

Jiaxin Liu
12. Juli 2019

Über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und für hochkomplexe Problemstellungen neue Lösungsansätze aus Kundensicht zu entwickeln, gehört zu den essentiellen Grundsätzen beim Design Thinking.

Insbesondere die digitale Transformation stellt sowohl Unternehmen jeder Größenordnung als auch die gesamte Gesellschaft vor hochkomplexe Probleme. Herkömmliche Ansätze reichen dabei nicht aus, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern. 

Design Thinking hat das Ziel, Denkprozesse neu zu gestalten und dadurch neue Lösungsansätze zu entwickeln. Es basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem kreativen Umfeld zusammenarbeiten, die Bedürfnisse und Motivation der Kunden bei der Lösungsfindung umfassend berücksichtigt werden und die entwickelten Ansätze mehrfach geprüft werden.

Design Thinking basiert auf der Arbeitsweise von Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachten, Ideen finden, Verfeinern, Ausführen und Lernen verstanden wird. Unternehmen weltweit können davon enorm profitieren.

Digitalisierung erfolgreich zu meistern erfordert neue Methoden

Die Digitalisierung führt zu neuen Erwartungen und Einstellungen der Kunden gegenüber Produkten und Dienstleistungen. Während in der Vergangenheit der Fokus auf Produktinnovationen und Dienstleistungen gelegt wurde, steht heute das direkte Kundenerlebnis im Vordergrund. Es ist weniger interessant, was ein Produkt oder eine Dienstleistung kann, sondern was der Kunde bei deren Einsatz erlebt. Das heißt, Kundenerlebnisse entscheiden über zukünftige Wettbewerbsvorteile und Marktanteile.

Design Thinking ermöglicht es, einen Perspektivenwechsel weg vom Produkt hin zum Kunden einzunehmen. Das gelingt durch den Einsatz einer Vielzahl von neuen Methoden, wie z.B. Customer Journey Mapping zum Nachvollziehen der Interaktionsverläufe mit Kunden an den verschiedenen Kundenschnittstellen, idealerweise kombiniert mit dem Erstellen von Buyer Personas als Modell typischer Kunden mit konkreten Merkmalen und Verhaltensweisen.

Vier wesentliche Komponenten gehören zum Design Thinking:

  • Ein iterativer Prozess, der klar strukturiert ist, frühe Prototypen verlangt und die Einbeziehung der Kunden in den Vordergrund stellt.

  • Klare Werte für Design Thinking-Workshops, in denen es u.a. darum geht, gemeinsam Ideen zu visualisieren, wilde Ideen zu bestärken, demokratisch vorzugehen und möglichst beim Thema zu bleiben.

  • Interdisziplinäre Teams, um Austausch von Fachwissen und methodischen Kompetenzen zu ermöglichen und dadurch breites Wissen und vielfältige Lösungskompetenzen zu nutzen. Eine sich verstärkt durchsetzende Wir-Kultur bei zusammenarbeitenden Teams sorgt zusätzlich dafür, Potenziale der Teammitglieder schneller zu nutzen, effiziente Arbeitsprozesse zu schaffen und innovative Resultate zu generieren.

  • Flexible Raumkonzepte fördern die Entfaltung von kreativen Ideen. Dazu gehört z.B. das Arbeiten im Stehen, Regale voller bunter Materialien und mobile Raumkonzepte, um Ideen schnell zu visualisieren und erlebbar zu machen.

Voraussetzung dafür ist die Unterstützung vom Management und Mitarbeitern, die solch eine Veränderung ausprobieren wollen und deren Vorteile erkennen können.

Design Thinking-Prozess definiert den Rahmen für digitalen Transformationsprozesse

Es ist insbesondere die konsequente Kundenorientierung, die den Wert des Design Thinkings für die aktive Gestaltung der digitalen Transformation bestimmt: Man verliert die echten Kundenprobleme und Bedürfnisse nicht aus den Augen bei der Produkt- und Lösungsentwicklung. Ohne dem erhöht sich die Gefahr, dass die entwickelten Innovationen keinen Mehrwert bieten und damit steht am Ende eines solch intensiven Prozesses ein Ergebnis, welches der Markt nicht braucht.

Abstrakte Problem- und Fragestellungen erfahren durch die Design Thinking-Methode eine Konkretisierung durch die Kunden, sodass die Erkenntnisse als Grundlage für die bedarfs- und problemorientierte Entwicklung von Dienstleistungen und Produkten herangezogen werden können.

Fazit

Design Thinking wird bereits von vielen Großkonzernen erfolgreich genutzt, um neuen Schwung in die Entwicklung von Lösungsansätzen zu bringen. Es erfordert allerdings die Abkehr vom traditionellen Vorgehen, bei dem man an Produkten und Dienstleistungen so lange feilt, bis sie ausgereift sind und dann erst dem Kunden vorstellt. Stattdessen sollen die Lösungen die Pain Points der Kunden lösen und erfordern das frühe Einbeziehen der Kunden in die Lösungsfindung.

Probieren Sie es einfach mal aus!

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