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Digitalisierung des Beschaffungswesens in der Chemieindustrie

Jan Schauenberg
11. Februar 2019

Die Digitalisierung eröffnet der Chemieindustrie ungeahnte Möglichkeiten und hilft ihr dabei, auch die schwierigsten Probleme im Beschaffungswesen zu bewältigen. Alleine in Europa bietet die Digitalisierung großen Chemieproduzenten bis zu 1,25 Billionen Euro an Geschäftsgelegenheiten, während sich dadurch potenziell entgangener Mehrwert auf 605 Milliarden Euro beläuft. Ihr Unternehmen kann daher mit einer riesigen Gewinnspanne anwachsen, solange die Digitalisierung strategisch in der Organisation eingesetzt wird. 

Die digitale Gelegenheit

Die Globalisierung ist die "Über"-Bedrohung. Das heißt, dass eines Tages eine Firma von irgendwo auf der Welt einen Markt vollständig mithilfe einer digitalisierten Betriebsplattform übernehmen kann.

Chemieunternehmen müssen aufwachen, die Möglichkeiten der Digitalisierung am Schopf packen und sich diese voll zunutze machen. Unternehmen müssen digitale Werkzeuge einsetzen, um Marktveränderungen zu erkennen, agile und genaue Pläne zu entwickeln, das Verbraucherbewusstsein zu erhöhen und nicht zuletzt mit strategischen Geschäftspartnern in der Wertkette zusammenzuarbeiten.

Chemieunternehmen müssen sich von einfachen Lieferantenportfolios zu sehr komplexen hin weiterentwickeln. Firmen können gleichzeitig sowohl Lieferanten als auch Konkurrenten sein.

Dass die digitale Transformation Unternehmen Gelegenheiten zum dramatischen und für sie vorteilhaften Wandel bringt, steht hierbei nicht infrage. Sie verwandelt Produkte, Strategien, Strukturen, Prozesse und auch unsere Kultur. Die Zukunft der Chemieindustrie liegt in einem Szenario, in dem Menschen, Ressourcen und Maschinen in Echtzeit miteinander kommunizieren. Wo rigide Wertketten durch Mehrwertschöpfungsketten ersetzt werden.

Vorteile der Digitalisierung

1. Globalisierung mit Digitalisierung hat Vorteile

  • Echtzeitzugriff auf brancheninterne Experten
  • Veränderungen und aktuelle Themen am Markt schneller erkennen und sich darauf einstellen
  • Eine optimierte Lieferkette
  • Ganzheitlicher Ausblick auf Produktion, Vertrieb und Verbrauch

2. Strengere Bestimmungen

  • Compliance und Überwachung von umwelttechnischen Verbesserungen in der Branche und deren Optimierung
  • Fähigkeiten aufspüren, verfolgen und implementieren
  • Verbesserungen bei Zugriff und Verwaltung von Dokumenten

3. Schwankungen

  • Risiko und Handel in Kerngeschäftsprozesse mit einbeziehen
  • Inventarverwaltung
  • Veränderungen bei Kundenbedürfnissen erkennen, verstehen und entsprechend handeln
  • Richtlinienänderungen – Richtlinien verstehen, deren Auswirkung auf das Unternehmen abschätzen, und daraufhin Sicherheitsmaßnahmen und Geschäftsgelegenheiten einführen
  • Überwachung von Großschadensereignissen

4. Kundenverbindungen und -vertrautheit

  • Verbesserte Fähigkeiten zur Erkennung des Geschäftsklimas
  • Neue Einblicke bei der Forschung und Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen
  • Erweiterte Downstream-Einblicke
  • Verbesserte Fähigkeiten in der prädiktiven Analytik
  • Optimierte Inventarverwaltung

5. Große Veränderungen in Branchenstrukturen

  • Strategische Umleitung und Zuweisung von Kapital auf verschiedene Produktlinien und Geschäftseinheiten
  • Größerer Fokus auf Gewinnspannen, Differenzierung in immateriellen Leistungen, sowie Kundeninnovationen
  • Verbesserte Effizienz und Effektivität in der Warenherstellung
  • Joint Venture, Veräußerungen und M&A-Aktivitäten ausbauen

6. Kapital-Prognosen und Betrieb

  • Expertise aus allen geografischen Regionen und von mehreren Projekten voll ausnutzen
  • Zentralisierte Design- und Überwachungsfunktionen
  • Analytik zur Prävention von Maschinenausfällen einsetzen
  • Betriebsfähigkeit, Fälligkeitsanalyse und deren Verbesserungen

Wegbereiter der digitalen Transformation

Internet of Things, die Autonomie der Produktion, High-Speed-Breitband und fortgeschrittene Automatisierung sind einige der Wegbereiter für die digitale Transformation. Sie ermöglichen es dem Unternehmen, neue Marktpositionen zu erobern, Predictive Maintenance einzuführen, Fourth Party Logistics zu installieren und Wertangebote wie z.B. Smart Fabrics einzubringen.

Es gibt vier Stufen, die interaktiv zur digitalen Transformation zusammenarbeiten. Es handelt sich dabei um:

Digitale Daten

Durch das Sammeln, Auswerten und Analysieren von digitalen Daten können Unternehmen in der Chemieindustrie besser genaue Vorhersagen machen und richtige Entscheidungen treffen.

Automatisierung

Der Ausbau traditioneller Systeme und Technologien mit künstlicher Intelligenz führt zu höherwertigen und selbstständig arbeitenden Systemen. Dadurch wird die Fehlerrate wesentlich geringer; Betriebskosten verringern sich und die Produktionsgeschwindigkeit wird gesteigert.

Konnektivität

Konnektivität ist von großem Nutzen in Wertketten und Netzwerken; wenn die ganze Wertkette durch Mobil- oder High-Speed-Bandwidth-Telekommunikationsnetzwerke vernetzt ist, führt dies zu einer Synchronisation der Lieferkette. Produktionsdurchlaufzeiten sowie Innovationszyklen sind verkürzt.

Digitaler Kundenzugang

Mobiles Internet bietet Firmen und Zwischenhändlern direkten Zugang zum Kunden; dadurch kann volle Transparenz geboten und neue Produkte sowie Dienstleistungen können kommuniziert werden.

3 Schritte, um Ihr Unternehmen auf das digitale Zeitalter vorzubereiten

  1. Analysieren und ermitteln Sie, welchen Einfluss digitale Technologien auf Ihre Branche und Ihr Unternehmen haben.
  2. Analysieren Sie die digitale Reife Ihrer Organisation – wo genau steht Ihre Firma?
  3. Entwickeln und realisieren Sie einen Strategieplan.

Fazit

Die Digitalisierung des Beschaffungswesens in der Chemieindustrie ist nach wie vor eine der Hauptlösungen der zahlreichen Herausforderungen der Branche sowie ein Weg zu neuen Möglichkeiten und Geschäftsgelegenheiten. Die Nutzung vorhandener digitaler Daten, die Vernetzung von Wertketten, die Automatisierung von Produktionsabläufen und die Entwicklung digitaler Kundenschnittstellen sind Schlüssel zur Wandlung von Geschäftsmodellen und zur Veränderung ganzer Branchen. Branchen wie z.B. die Printmedien, die stark an Bedeutung eingebüßt haben, zeigen uns, was mit Unternehmen geschieht, welche die Digitalisierung ignorieren.

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