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Wissensaufbau fördern

Jiaxin Liu
14. Juni 2019

Der rasante Technologiewandel hat Auswirkungen auf die Mitarbeiter-Qualifikationen, weshalb angehende Talente immer neue Entwicklungsmöglichkeiten suchen und sich woanders umsehen, wenn Ihr Unternehmen diese nicht bietet. Auch der sprunghafte Vormarsch von neuen Innovationen wie Cloud Computing, Blockchain-Technologie, Big Data/Analytics, Internet of Things (IoT), künstliche Intelligenz u.a. bedeutet, dass die Mitarbeiter von heute ständig dazu lernen, relevante Kompetenzen besitzen und das Neue und Unbekannte entdecken müssen.
Eine Erhebung des Pew Research Center ergab, dass 87% der Arbeitnehmer glauben, es sei unerlässlich für sie, sich während ihres gesamten Arbeitslebens weiterzubilden und neue berufliche Fähigkeiten zu entwickeln, um mit den Veränderungen am Arbeitsplatz Schritt zu halten. Dies führt zu einigen Herausforderungen, insbesondere für Unternehmen, die nicht über die notwendigen Mechanismen verfügen, um kontinuierliches Lernen und Wissenserwerb zu ermöglichen.

Mit den richtigen Strategien zur Steigerung des Wissenserwerbs können sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter entscheidende Veränderungen herbeigeführt werden. Tatsächlich kann die Unterstützung der Mitarbeiter bei der Entwicklung ihrer digitalen Fähigkeiten die Anstrengungen eines Unternehmens zur digitalen Transformation steigern. Um dies zu erreichen, müssen Unternehmen den Stand der Kompetenzen, der Motivation und des Gesamtengagements ihrer Mitarbeiter verstehen, indem sie die aktuelle Erfahrung und den beruflichen Werdegang ihrer Mitarbeiter bewerten.

In diesem Leitfaden bieten wir eine Reihe von Ideen, die Unternehmen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter einsetzen können.

Mehr Lernressourcen anbieten

Durch die Bereitstellung von Lernressourcen zur Verbesserung des Wissenserwerbs können Unternehmen es den Mitarbeitern erleichtern, sich kontinuierlich weiterzubilden. Huawei ist ein klassisches Beispiel für ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern optimale Möglichkeiten zur Verwirklichung ihrer Ziele bietet. Das Unternehmen bietet Apps sowie Online- und Präsenzschulungen an, die den Mitarbeitern dabei helfen können, sich an die technologischen Entwicklungen anzupassen. Laut Harry Bai, Huaweis Global Vice President, HR, bestärkt das Unternehmen seine Mitarbeiter darin, Verantwortung für ihr eigenes Wachstum und ihre eigene Entwicklung zu übernehmen und bietet zugleich Plattformen zu ihrer Unterstützung. Mit seiner wichtigsten Plattform, der Huawei University, die 25.000 Kurse anbietet, ist das Unternehmen darauf ausgerichtet, Menschen in ihrer beruflichen Laufbahn praxisnah zu unterstützen. Es ist ein sehr praxisorientierter Ansatz, bei dem alle Tutoren und Trainer Führungskräfte und Experten aus den Fachabteilungen sind.

Einführung von Innovationswettbewerben

Ein Innovationswettbewerb ist ein Wettbewerb, bei dem ein bestimmtes Unternehmen seine Mitarbeiter auffordert, Ideen für die von ihnen gewünschten Produkte oder Dienstleistungen vorzuschlagen. Dies kann eine solide Strategie zur Verbesserung des Wissenstransfers sein, da sie die Kommunikation und Interaktion vorantreibt, die Mitarbeiter zur aktiven Teilnahme an einem kreativen Wettbewerb ermutigt und dadurch die Innovationskraft des Unternehmens erhöht.

Ein Beispiel dafür ist der Innovationswettbewerb, den Huawei mit seiner Wireless-Netzwerk-Produktlinie durchführt, welcher jedes Jahr mehr als 4.000 Einreichungen erhält. Sofern ein Mitarbeiter eine innovative, wirtschaftlich und technologisch tragfähige Idee hat, stellt das Unternehmen die Mittel zur Verfügung, um die Idee in einem Projektteam zu verwirklichen. Tatsächlich wurden mehr als tausend Ideen aus dem Wettbewerb umgesetzt, was Huawei mehrere technologische Durchbrüche einbrachte.

Erleichtern Sie es den Mitarbeitern zu lernen

Das heutige schnelllebige Geschäftsumfeld bedeutet, dass die Mitarbeiter nicht mehr viel Zeit haben, sich für Präsenzveranstaltungen an Universitäten einzuschreiben. Mit dem Aufkommen neuer Lernmethoden kann das Unternehmen es den Mitarbeitern erleichtern, neue Fähigkeiten zu erwerben.

UL, ein weltweit tätiges, unabhängiges Qualitätsmanagement-Unternehmen, hat beispielsweise ein Blended-Learning-Programm eingeführt. Dieses Programm bietet Lernmaterialien in kleinen Modulen an. Die Mitarbeiter können in ihrem eigenen Tempo lernen und sogar ihre bevorzugten Geräte verwenden, was eine aktive Teilnahme fördert.

Unternehmen können auch personalisierte Schulungsprogramme integrieren, da die Teilnehmer so einen Lehrplan erhalten, der für jeden von ihnen einzigartig ist. So wird sichergestellt, dass diese aktiv mehr Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen verfolgen.

AR und VR nutzen

AR/VR ist eine Methode, bei der die Mitarbeiter virtuell in verschiedene Szenarien versetzt werden, die in der Realität weder praktikabel noch kostengünstig nachzubilden sind. Walmart zum Beispiel qualifiziert seine Mitarbeiter über VR, nachdem es mit Strivr zusammengearbeitet hat, einem Unternehmen, das früher dafür bekannt war, NFL-Spielern beim Training zu helfen. Die Mitarbeiter können ein Oculus-Rift-Headset aufsetzen und unterschiedliche reale Szenarien durchlaufen, in denen sie aufgefordert werden, einfache Entscheidungen auf der Grundlage ihrer Eindrücke zu treffen. Laut Derek Belch, CEO von Strivr, "ist es das Ziel, die Mitarbeiter in Szenarien zu versetzen, die unangenehm zu rekonstruieren wären – wie der Umgang mit verschütteten Produkten oder die Vorbereitung auf einen Kaufrausch am Black Friday."

Das Gute an AR/VR ist, dass die Teilnehmer 75% von dem behalten können, was ihnen beigebracht wird, verglichen mit einer 10%-igen Erinnerungsrate beim Lesen oder Hören einer Präsentation. Die beiden Technologien bieten so praktische Erfahrungen, die bessere Lernergebnisse ermöglichen.

Wissenstransfer nicht aus den Augen lassen

Kontinuierliches Lernen heißt nicht nur, in Unterrichtsräumen zu lernen oder sich für Online-Kurse anzumelden, sondern auch, Wissen innerhalb des Unternehmens unter Kollegen zu teilen. Mit einem sozialen Unternehmensnetzwerk kann der Wissensaustausch für die Mitarbeiter eine einfache und kostengünstige Möglichkeit sein, neues Wissen zu erwerben. Salesforce hat beispielsweise das Konzept des Wissenstransfers übernommen, um den Wissensaufbau unter seinen Mitarbeitern zu fördern. Das Unternehmen verwendet Chatter (eine Enterprise Collaboration Platform von Salesforce), bei der ein Fachexperte jederzeit in Echtzeit zu einem Gespräch eingeladen werden kann. Die Plattform verfügt über eine erstaunliche Menge an Workflow-Automatisierung, die das Gespräch bereichern soll. Dies geschieht durch die Verbindung von Mitarbeitern zu Menschen, die sie vielleicht nicht persönlich kennen, die aber Experten in dem Gespräch sind, das sie gerade führen. Dies führt zu einer Kultur des kontinuierlichen Lernens und des Wissenserwerbs.

Ausblick

Wir sind der Meinung, dass Unternehmen ihre traditionelle Sichtweise auf die Triebkräfte der Belegschaft neu definieren und Führungsstrategien wie die Verbesserung des Wissenstransfers verfolgen müssen, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das die Ära der sich ständig verändernden digitalen Technologien und Fähigkeiten widerspiegelt.

Fällt es Ihrem Unternehmen schwer, den Mitarbeitern Möglichkeiten zur Förderung des kontinuierlichen Lernens anzubieten? Schauen Sie sich unser E-Book Driving Talent Strategy in Today's Digital Age an und lernen Sie die angesagtesten Trends kennen, die den Wissenserwerb an modernen Arbeitsplätzen voranbringen.

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