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Umzug in die Cloud – Was man wissen sollte und wie man es macht

Jan Schauenberg
13. Dezember 2018

In den letzten Jahren wurde dem Cloud Computing oder der Cloud so viel Aufmerksamkeit geschenkt, dass es allgemein als neues Computing-Paradigma für die Bereitstellung flexibler und bedarfsgerechter Plattformen, Infrastrukturen und Software als Services bezeichnet wird. Cloud Computing ist eine Technologie, bei der Datenspeicherung, Informationsaustausch, Softwareverwaltung und Datenverarbeitung über entfernte, im Internet verfügbare Netzwerkserver erfolgen.

Wir können daher argumentieren, dass es sich nicht um ein völlig neues Konzept handelt. Als Privatanwender verwenden die meisten von uns seit Jahren die Cloud, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst waren: Services wie Hotmail (jetzt Outlook.com), Netflix und Skype werden alle aus der Cloud angeboten. Neu ist, dass die Cloud zunehmend von Unternehmen genutzt wird, die die vielfältigen Vorteile der Cloud ausschöpfen wollen. Laut einer Prognose von Cisco Global Cloud Index Forecast, 2013-2018, werden bis Ende des Jahres mehr als drei Viertel (78%) der Workloads von Cloud-Rechenzentren verarbeitet werden.

Vorstellung der verschiedenen Cloud-Modelle

Hier ist ein Blick auf die gängigen Modelle, über die die Cloud eingesetzt werden kann:

  • Infrastructure as a Service (IaaS) – IaaS ist die Bereitstellung von Komponenten wie Hardware, Software, Rechenzentrumsfläche, Netzwerk und Storage.
  • Platform as a Service (PaaS) – PaaS ist eine Kombination aus IaaS und einer Reihe von Middleware-, Softwareentwicklungs- und Bereitstellungstools, die es dem Unternehmen ermöglichen, in einer Cloud zu entwickeln und Software zu veröffentlichen.
  • Software as a Service (SaaS) – SaaS ist eine Geschäftsanwendung, die von einem Dienstleister erstellt und gehostet wird. Bei diesem Modell haben die Anwender keine Einflüsse auf die Umwelt und der Anbieter oder Dienstleister kümmert sich um die gesamte Infrastruktur und auch um die Anwendung.

Es ist ein großer Vorteil, dass die Cloud in vielen Varianten verfügbar ist, von gemeinsam genutzten Anwendungen zur Verwaltung Ihrer HR-Prozesse oder Vertriebsteams bis hin zur Möglichkeit, Ihre virtuellen Infrastrukturen auf gemeinsam genutzter physischer Hardware und unzähligen Formen dazwischen aufzubauen. So effektiv es hinsichtlich Kosten, Betrieb und Effektivität auch erscheinen mag, die Umstellung auf die Cloud erfordert eine gründliche Analyse und Bewertung der Daten und Dienste, die in die Cloud verschoben werden. Dazu gehören unter anderem die Sensibilität der Daten, die Privatsphäre, Vorschriften und operationelle Risiken. Dennoch überwiegen die Vorteile des Einstiegs in die Cloud um ein Vielfaches.

Beispielsweise sorgt der virtuelle Technologieaspekt der Cloud für einen reduzierten Speicherplatz, da die Arbeitsgeschwindigkeit drastisch erhöht wird. Früher wurden IT-Dienstleistungen extern bezogen und die kommerziellen Merkmale auf teure, langfristige und schwer zu kündigende Verträge einer kleinen Gruppe von Elite-Dienstleistern ausgerichtet. Daraus resultierte eine Qualifikationslücke. Daher ist dies wohl einer der Bereiche, in denen die Akzeptanz der Cloud hilfreich war. Cloud Computing bietet Unternehmen ein alternatives Modell, bei dem IT-Services in der Regel auf Commodity-Basis verkauft werden. Eine konsumierende Organisation kann nur für das bezahlen, was sie nutzt, wenn sie es nutzt, was Cloud zu einem sehr kostengünstigen Modell macht. Normalerweise kann ein Konsument Cloud-Services ohne Investitionen kaufen, da er einen Teil der bereits vorhandenen Infrastruktur eines Cloud-Providers anmietet. Der Konsument muss sich also nicht um die Hardware-Anforderungen kümmern, denn das ist die Arbeit der Cloud Service Provider. Viele Anbieter von Cloud-Diensten benachteiligen die Verbraucher nicht, wenn sie aufhören, ihre Dienste zu konsumieren oder zu verlassen. Daher sind Cloud-Services der Schlüssel zur aktuellen digitalen Transformation innerhalb von Unternehmen in vielen verschiedenen Branchen; die Cloud ist ideal geeignet, um agile Projektbereitstellungsmethoden zu unterstützen und zu ermöglichen.

Welches Cloud-Modell sollten Sie wählen?

Abhängig von den Bedürfnissen und Präferenzen, die durch die organisatorischen Gegebenheiten des Unternehmens beeinflusst werden, gibt es beim Übergang in die Cloud unterschiedliche Einsatzmodelle. Zum Beispiel kann sich ein Unternehmen wohler fühlen, wenn es sensible Informationen auf seinem Grundstück aufbewahrt und dabei mehr Wert auf direkte Kontrolle legt. Auf der anderen Seite kann eine Cloud-basierte SaaS-Lösung helfen, wenn man auf kollaborative Technologien, wie z.B. Konferenzsoftware, setzt. Als solche sind die gängigsten Modelle, die den Verbrauchern zur Verfügung stehen, öffentliche, private und hybride Clouds.

  • Im Falle von Public Clouds werden Dienste über das Internet bereitgestellt und bieten eine viel günstigere Möglichkeit, wenn ein Unternehmen eine SaaS-basierte Option einführen möchte, da die meisten seiner Anwendungen auf dieser Plattform laufen.
  • Eine private Cloud bedeutet, dass das Netzwerk ausschließlich einer Organisation gewidmet ist. So teuer es auch sein mag, es ist eine der beliebtesten Optionen und unbestreitbar die beste für Daten und Software, die ein hohes Maß an Sicherheit erfordern.
  • Hybride Clouds hingegen kombinieren sowohl private als auch öffentliche Cloud-Dienste. Auf diese Weise können Unternehmen sehr sensible Informationen sicherer aufbewahren und gleichzeitig die Vorteile der Public Cloud nutzen.

Mit welchen Tools die Cloud integriert werden kann

Cloud-Computing-Dienste haben zunehmend an Bedeutung gewonnen, wenn es um die Bereitstellung von IT-Funktionalität für KMUs und Großunternehmen geht. Sie haben sich zweifellos als eine der effizientesten erwiesen; in Bezug auf Nachhaltigkeit, Datensicherheit und Finanzdienstleistungen aufgrund der von ihnen gebotenen Flexibilität. Auch Unternehmen können von Cloud Computing profitieren, da es sich in alles integrieren lässt. Cloud-Dienste verfügen oft über Integrationen mit anderen Diensten, wodurch Sie tonnenweise Geld sparen, wenn es darum geht, Systeme miteinander zu verknüpfen. Einige Beispiele sind:

  • Point-of-Sale-Systeme – automatische Synchronisation von Produkten und Lagerbeständen in Ihren E-Commerce-Shop.
  • Projektmanagementsysteme – automatische Synchronisation von Projekten und Aufgaben in andere aufgabenbasierte Systeme sowie automatische Datensynchronisation in gängige Kalenderanwendungen wie Google Calendar oder Office-365-Kalender.
  • Online-Webformulare – automatische Erfassung von Sales-Leads in ein CRM wie Salesforce.
  • Transaktionale E-Mail- und Marketingsysteme: automatische Synchronisation von Kontakten zu und von CRMs.
  • Code-Repositories – automatische Erstellung von neuen Tickets aus Bug-Reporting-Systemen.
  • Social Media – automatische Veröffentlichung von Inhalten auf Seiten wie LinkedIn, Instagram und Facebook.

Die Cloud-Migration ist zwar eine Option, die die Kosten senkt und die Sicherheit erhöht, stellt jedoch eine schwierige Herausforderung dar, vor allem wenn es darum geht, Entscheidungen über die Umstellung auf die Cloud zu treffen. Anstatt Software auf Ihren lokalen Servern oder PCs zu installieren, verwendet Cloud Computing Remote-Server, um die Software auszuführen, die Dienste für den Verbraucher über das Internet oder den Webbrowser bereitstellt. Um den Übergang so reibungslos und effektiv wie möglich zu gestalten, sind hier einige der wichtigsten Erkenntnisse zu berücksichtigen.

  • Ein umfassendes Verständnis des Konzepts Cloud Computing, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Cloud Computing ein umfassendes Thema ist, wird die Anpassungsfähigkeit der Organisation an Veränderungen hinsichtlich erhöhter Flexibilität, Kosteneinsparungen und Mitarbeiterproduktivität entscheidend sein, um mit den neuen Veränderungen umgehen zu können.
  • Softwarelizenzen und Wartungskosten – bilden einen wesentlichen Faktor für den Erfolg des gesamten Migrationsprozesses und treten zwischen dem Konsumenten und dem Cloud Service Provider auf. Der Konsument kann auch die Verfügbarkeit von Software-Diensten für die spezifischen Funktionen seiner Organisation prüfen.

Weitere Faktoren wie Kosten für die Internetanbindung, Datenschutz und Zukunftsplanung sind entscheidend für den Erfolg des gesamten Migrationsprozesses. Nachfolgend ein Blick auf einige der verschiedenen Anbieter im Markt für Cloud Services:

  • Amazon Web Services (AWS) – Startups, die in der Cloud kostengünstig arbeiten wollen, sollten diese Plattform nutzen, aber sie eignet sich auch für große Unternehmen.
  • Google Cloud Platform – Diese PaaS-Plattform bietet Cloud Computing, Datenspeicherung, Big Data und API-Services, so dass Unternehmen Webseiten oder komplexe Anwendungen in der Cloud erstellen und bereitstellen können. Es enthält Funktionen wie SQL- und NoSQL-Datenbankdienste, Analysen und virtuelle Maschinen, die alle nach Ihren Bedürfnissen zusammengestellt und angepasst werden können.
  • Microsoft Azure – Dies ist ein PaaS- und IaaS-Cloud-Anbieter auf Unternehmensebene, der die Bereitstellung und Skalierung von Mobil- und Webanwendungen, Datenbanklösungen, virtuelle Maschinen, mobile Backends, maschinelles Lernen und mehr bietet.
  • Rackspace – Diese Plattform als Service (PaaS) bietet Cloud Computing über ihre Infrastruktur (entweder dedizierte Server, Public Cloud oder Private Cloud, die alle für eine hybride Umgebung gemischt und angepasst werden können) oder ihre Partnerschaften mit Azure und AWS.
  • Oracle – Dieser Unternehmensriese hat kürzlich seine Cloud-Fähigkeiten aktualisiert, um Großunternehmen bei der Verwendung der Cloud zu unterstützen, bietet aber auch Cloud-Computing-Services für kleine und mittlere Unternehmen an.
  • Apache Cloudstack – Dies ist eine kostenlose Open-Source-Cloud-Software-Plattform, mit der Benutzer Cloud-Services erstellen und bereitstellen können. Es bietet exzellente Unterstützung für Virtualisierung und die AWS-API.
  • Xen Cloud Platform (XCP) – Diese Open-Source-Virtualisierungslösung bietet Cloud Computing und Back-End-Virtualisierung an. XCP enthält eine Reihe von Tools für Unternehmen mit dem Xen Hypervisor, einschließlich der Xen-API für Cloud-, Storage- und Netzwerkbetrieb.

Fazit

Cloud Computing ist definitiv eine wachsende Revolution in der IT. Laut Daten aus dem Gartner IT Budget Report geben Healthcare-Unternehmen oft fast 75% ihres IT-Budgets für die Wartung interner Systeme aus. Unternehmen aller Branchen sind oft in den Anschaffungspreis von Software verwickelt und vernachlässigen die Gesamtbetriebskosten für Software im Haus (Support, zusätzliche Hardware, etc.). Trotz der geringen Komplexität hier und da können die Vorteile der Cloud immens sein, da die Cloud Unternehmen in die Lage versetzt, Geschäftsergebnisse und Innovationen schneller, sicherer und nachhaltiger mit wenig oder gar keinem Investitionsaufwand zu liefern und damit ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen.

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