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Warum klare Leitbilder, Visionen und Werte wichtig für die Soziale Unternehmensverantwortung sind

Sebastian Schieke
15. April 2019

Was wäre, wenn man Ihre Angestellten nach dem Leitbild, den Visionen und Werten sowie nach der sozialen Verantwortung Ihres Unternehmens fragen würde – wären sie in der Lage diese wichtigen Prinzipien Ihrer Organisation auf akkurate Art und Weise zu artikulieren?

Studien belegen, dass sich das Wissen Ihrer Angestellten über diese Prinzipien positiv auf den Wohlstand, das Wachstum und sogar die Profitabilität Ihrer Organisation auswirkt.

Leider aber ist es so, dass in vielen Organisationen bis zu 40% der Mitarbeiter nicht wissen, um was es bei den eigenen Unternehmenszielen, den Visionen, Werten, und der sozialen Verantwortung geht. Diese sogenannten Corporate Statements beschreiben Ihre Existenzgründe, geben Ihrer Identität einen Sinn und formulieren Ihre Unternehmensstruktur. Das Leitbild, die Visionen und Werte Ihrer Organisation sind der Schlüssel zu – und der entscheidende Faktor bei – der Corporate Social Responsibility (CSR) Strategie des Unternehmens.

Vision, Leitbild, und Werte

Die Vision ist das, was die Firma sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht hinweg erreichen möchte.

Das Unternehmensleitbild legt fest, in welche Richtung oder mit welcher Zielsetzung sich die Organisation in die Zukunft bewegt; wie das Unternehmen seine Visionen erfüllen möchte. Es beantwortet die Frage nach dem "Warum"? Das Unternehmensleitbild sollte authentisch, anregend, einfach, überzeugend, inspirierend, ehrgeizig, glaubwürdig, machbar, und mutig sein. Idealerweise sollte es dabei jeden Interessenvertreter ansprechen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Unternehmensleitbild von Starbucks: "Wir möchten Menschen in jeder Umgebung inspirieren und fördern – Tasse für Tasse, Kaffeetrinker für Kaffeetrinker.."

Werte sind wiederum Werkzeuge, welche die Organisation verwendet um seine Visionen umzusetzen.

Eine gute Vision ohne klares Leitbild oder Werte, ist wie ein guter Vorsatz der jedoch nicht verwirklicht werden kann.

Soziale Unternehmensverantwortung

Die soziale Unternehmensverantwortung ist in dem Leitbild, den Visionen, und den Werten verankert. Sollte eines dieser Elemente fehlen oder nicht klar formuliert sein, wird die CSR dadurch geschwächt.

Während sich Firmen auf Profitabilität, Wohlstand und Wachstum konzentrieren, werden dabei oft anderweitig relevante Anforderungen am Markt übersehen und somit auch Sachverhalte, welche sich auf den langfristigen Erfolg der Firma auswirken. Der Kern einer CSR Strategie ist es sicherzustellen, dass, während eine Organisation Profite erwirtschaftet, dessen Mitarbeiter sowie die in der Firma aktiven Ortsgemeinschaft, dabei auch einen Mehrwert erfahren. Dies wird als "Shared Value" bezeichnet. Laut Michael E. Porter und Mark R. Kramer, ist Shared Value das Bindeglied zwischen sozialer Unternehmensverantwortung und dem Wettbewerbsvorteil. Das Prinzip des Shared Value garantiert einem Unternehmen das Vertrauen der Ortsgemeinschaft; es baut Geschäftswert auf und wirkt sich positiv auf die Langlebigkeit in die Nachwelt hinein auf.

Einige bemerkenswerte Beispiele für CSR

  • Google

Der Internetkonzern Google bemüht sich sehr darum, ein guter Unternehmensbürger zu sein. Ein Beispiel für dessen soziale Unternehmensverantwortung ist Google Green. Es handelt sich hierbei um eine Initiative, bei der es um die effiziente Nutzung von Rohstoffen und erneuerbare Energien geht. Das kann so einfach wie das Recycling und das Ausschalten von Lichtern bei Nichtbenutzung sein. Google profitiert dabei mehr als nur von niedrigeren Kosten. Google hat selbst eine 50% Verringerung des Energieverbrauchs in seinen Datenzentren erreicht; solche Einsparungen erhöhen die Rendite.

  • Target

Seit 1946 hat Target, einer der größten Einzelhändlern der USA, mehr Aufwand und Anlagen in die Bereicherung der Umwelt um dessen Niederlassungen herum investiert. Es werden Bildungszuschüsse angeboten, umweltverträgliche Praktiken gefördert, und vieles mehr. Dabei fliessen über  $4 Millionen pro Woche (5% des Umsatzes) an die jeweilige Ortsgemeinschaft.

  • Xerox

Xerox, ein 1906 gegründetes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen im Dokumenten-Management-Bereich, regt dessen Mitarbeiter dazu an, an dessen Community Engagement Programm teilzunehmen. Im Jahre 2013 wurden $1.3 Millionen dazu verwendet, 13.000 Mitarbeitern die Teilnahme an Community Projects zu ermöglichen. Xerox fördert dadurch nicht nur das Wohlwollen der Ortsgemeinschaft, sondern auch die Mitarbeiterbindung und -loyalität; dies geschieht besonders dann, wenn Mitarbeiter sehen, dass Projekte, in denen sie engagiert sind, vom Arbeitgeber unterstützt werden. Auch Organisationen ohne große Ressourcen können eine bestimmte Anzahl an Arbeitsstunden pro Jahr für ehrenamtliche Arbeit in der Ortsgemeinschaft beiseite legen und dadurch deren Mitarbeiter mit einbeziehen.

Fazit

Die Umsetzung einer erstklassigen Strategie der sozialen Unternehmensverantwortung verlangt ein Investment an Zeit und Ressourcen, um das eigene Unternehmensleitbild, die Vision, und die Werte klar zu formulieren und mit allen Interessenvertretern zu teilen. Dabei ist  vor allem  die Wissensvermittlung an die  eigenen Mitarbeitern von großer Bedeutung. Egal ob es sich dabei um ehrenamtliche Arbeitsstunden, oder um Mithilfe bei der Säuberung der Umwelt handelt; jede Organisation kann Mehrwert für dessen Ortsgemeinschaft einbringen.

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