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Wie Sie Ihre Inbound-Marketingstrategie auf den sozialen Medien umsetzen

Angeline Rast
1. April 2019

Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, in denen es beim Marketing nur darum ging, den Kunden mit Print- und TV-Werbung zu bombardieren? Dann wissen Sie sicher auch noch, dass diese Marketingaktivitäten als sehr aufdringlich empfunden wurde. Kunden wenden sich zunehmend von Marken ab, die noch immer solche traditionellen Methoden anwenden. Willkommen beim Inbound-Marketing – HubSpot definiert „Inbound Marketingstrategie“ als eine Methode, bei der es um das Anlocken von Kunden mittels relevanter und hilfreicher Inhalte und Interaktionen geht, welche nicht aufdringlich wirkt. 

Bei einer Inbound Marketingstrategie finden die Kunden über Kanäle wie Blogs, Suchmaschinen und den sozialen Medien zu Ihnen.

Inbound Marketers versuchen den Kunden anzulocken, umzuwandeln, zufriedenzustellen und den Kauf abzuschließen. Das Ziel ist es hier zuerst Besucher bzw. Leads und schliesslich Kunden und Werbeträger für Ihre Marke zu erhalten.

Wie können Sie also sicherstellen, dass Ihre Inbound Marketingstrategie auf den sozialen Medien die bestmögliche Wirkung erzielt?

  • Das Hauptziel der sozialen Medien im Zusammenhang mit Ihrer Inbound Marketingstrategie ist Content Promotion. Sie finden auf den sozialen Medien Inhaltsideen durch die Anwendung von Social Media Monitoring Tools und Social Media Analytics, durch welche sich neue Ideen finden lassen. Zum Beispiel persönliche Netzwerke, Interessen-basierte Netzwerke, Online-Rezensionen, Social Publishing, Bookmarking Seiten, Media-Sharing Netzwerke, und Diskussionsforen. Auf Foren können Sie z.B. Seiten wie Quora und Reddit dazu verwenden, um herauszufinden welche Inhalte die Leute am häufigsten teilen.

  • Die sozialen Medien beinhalten eine erhebliche Menge an Informationen und Daten, deren Auswertung Ihnen ein tiefgreifendes Verständnis Ihrer Kundenpersona ermöglicht. Sie können Social Media Analytics Tools dazu verwenden, die Demographie Ihrer Kunden und deren geographische Position zu erfahren – so können Sie auch folgende vier Fragen über Ihre Kundenpersona beantworten:
    • Was sind ihre Vorlieben und Abneigungen?
    • Lesen sie Blogs, Bücher oder Zeitungen?
    • Wo verbringen sie ihre Zeit im Internet?
    • Wo kaufen sie ein?

Auf diese Weise schaffen Sie die Basis für personalisierte Inhalte und unterhalten sich auf der Ebene Ihrer Kunden. Dies erlaubt Ihnen weiterhin dann auch, SEO-freundliche Inhalte zu erstellen.

  • Zusätzlich zur Wissensfindung über Ihre Kunden und dem Erstellen SEO-optimierter Inhalte, ermöglichen Ihnen die sozialen Medien auch strategische Beziehungen zu Partnern aufzubauen. Bei diesen Partnern kann es sich um Blogger, Influencer auf den sozialen Medien und Markenfürsprecher – welche Ihre eigenen Marken promoten – handeln. Dies ist ein guter Weg zum Linkbuilding und sehr wichtig wenn es darum geht, Ihr Ranking und Ihre Sichtbarkeit auf Search Engine Results Pages (SERPs)  zu garantieren.
  • Die sozialen Medien lassen sich als völlig neue Welt der Möglichkeiten charakterisieren und helfen Marken dabei, in neue Märkte vorzudringen. Zum Beispiel hat Hootsuite ein „Listening Tab“ mit Search-Stream für die von Ihnen veröffentlichten Inhalte. Mit diesem Feature können Sie sehen wer Ihre Inhalte geteilt hat und welcher Hashtag gerade aktuell ist. Wenn die Statistiken eines bestimmten Hashtags am Ansteigen sind oder sich die Teilbarkeit Ihrer Inhalte erhöht hat, dann kann das u.U. bedeuten, dass es in einem bestimmten Segment ein größeres Potential für Ihr Produkt gibt.

Ihre Inbound-Marketingstrategie auf den sozialen Medien klüger umsetzen

1. Lernen Sie Ihre Buyer Personas und die aktiv von ihnen verwendeten Social Media Kanäle kennen

Daten-basierte Buyer Persona Profile zu definieren, ist ein kritischer Schritt für jede Inbound-Marketingstrategie. Zusätzlich zum Finden des für Sie am besten geeigneten Käufers, können Sie dabei auch andere Aspekte herausfinden, wie z.B. deren digitale Heimat und wo man sie am häufigsten antreffen kann. Dadurch können Sie leichter bestimmen, welche Kommunikationskanäle diese potentiellen Kunden am liebsten verwenden. Weiterhin ist es auch gut herauszufinden, zu welchen Uhrzeiten diese Kunden auf den sozialen Medien aktiv sind. Das hilft Ihnen dabei, die besten Zeiten zum Posten Ihrer Inhalte zu bestimmen. Wenn Ihre Strategie sowohl Twitter als auch Facebook miteinbezieht, dann gehen Sie dabei auf Nummer sicher, dass Ihre Tweets und Posts auf Ihre Webseite zurücklinken, damit Kunden mehr Informationen über ein bestimmtes Thema erfahren können, oder bei einem Sonderangebot auf Ihrer Landing Page zuschnappen können.

2. Messen Sie fortlaufend die Wirksamkeit (ROI) jedes einzelnen Kanals

Obwohl es richtig ist, dass die sozialen Medien als kostengünstige Inbound-Marketingstrategie fungieren können, heisst es trotzdem nicht, dass wir verschwenderisch damit umgehen sollten. Für Inbound-Marketingstrategien ist es wichtig, dass Sie gleich von Anfang an finanzielle Ziele mit Zielen beim Finden von Leads verknüpfen. Prüfen Sie Ihre Inbound-Marketingstrategie auf den sozialen Medien, um sicherzugehen, dass Sie in die richtigen Kanäle investieren – z.B. ist LinkedIn beim Finden von Leads 277% effektiver als Facebook und Twitter, welche Besucher-in-Leads Umwandlungsraten von 77% und 69% aufweisen.

3. Das Konzept der Inhaltsteilung verstehen

Die sozialen Medien sind ideal für jeden Marketer zum Verbreiten von Inhalten, dem Anlocken von Traffic und dem Finden neuer Leads. Eine Buyer Persona ist dabei von kritischer Wichtigkeit. Jene Interessenten, welche gerade erst in der Anfangsphase (Bewusstsein) des Entscheidungsfindungsprozesses sind, werden Ihnen sehr für hochinformative Inhalte danken. Nehmen Sie z.B. ein typisches Beispiel aus der Versicherungsbranche, wo ein Interessent fragen könnte „Welche ist die beste Versicherungspolice und wie kann ich diese bekommen“. Ein guter Marketer sollte dabei mit einer Inhaltslinie wie z.B. „Warum Sie die beste Versicherungspolice brauchen und wie Sie daran kommen“ auftrumpfen. Bedenken Sie dabei, dass der Schwerpunkt darauf liegt, die Herausforderungen des Kunden gleich von Anfang an am Schopf zu packen, da Ihr Zielpublikum auf den sozialen Medien wahrscheinlich noch nicht an tiefgreifenden Fakten über Ihre Lösung bzw. Ihr Produkt interessiert ist. Im Laufe des Sales Funnel Prozesses ändern sich diese Bedürfnisse und Sie müssen Ihre Inhalte entsprechend an diese Änderungen anpassen.

Sie können auch Tools nutzen, durch welche das Finden von frischen, verlockenden, interaktiven und Nichen-relevanten Inhalten zum Teilen einfacher wird. Die 80%-20% Regel ist für Inhalte auch sehr wichtig, d.h. 80% Ihrer Inhalten sollten nicht der Eigen-Promotion dienen. Es sollte sich stattdessen im Expertenratschläge, neue Lösungen, Branchen-Influencer, Neuigkeiten, Trends, usw. handeln. Die restlichen 20% können dann der unaufdringlichen Eigen-Promotion dienen.

Fazit

Obwohl die Konzepte des Inbounds und der sozialen Medien leicht verständlich sind, kann es dennoch Schwierigkeiten für einige Firmen bei der Umsetzung geben, besonders bei traditionelleren Firmen. Trotz allem aber kann jedes Unternehmen das Beste aus dem Potential dieser Strategie herausholen, um damit über sich selbst hinauszuwachsen. Dies ist so, weil eine gut umgesetzte Inbound-Marketingstrategie welche die sozialen Medien reibungslos miteinbezieht, bei den Kern-Umwandlungsfaktoren – wie Social Proof und Brand Equity – hilfreich mitwirkt und gleichzeitig Traffic zu Ihnen lenkt. Dieser Traffic, wenn richtig gepflegt, wandelt sich dann in Leads und schließlich in Kunden und Promoters Ihrer Marke um.

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